Bernmobil, das Verkehrsunternehmen der Stadt Bern, hat gemeinsam mit den Firmen PROSE, Substring und Parametric ein vom Bundesamt für Verkehr (BAV) gefördertes innovatives Forschungsprojekt durchgeführt, um die Lärmbelastung durch Kurvenquietschen und den Verschleiß von Rad und Schiene bei minimalem Konditioniermitteleinsatz zu reduzieren. Die „intelligente Schienenkopfkonditionierung“, kurz „i-SKK“ genannt, aktiviert die auf dem Fahrzeug verbaute Schienenkopfkonditionierung auf Grundlage des detektierten Konditionierbedarfs. Dieser wird basierend auf einem Lärmmapping (Lärmkartierung) unter Zuhilfenahme von Sensordaten und künstlicher Intelligenz (KI) ermittelt, wodurch der Ort und Zeitpunkt der Konditionierung prognostisch vorhergesagt werden kann. Die Datengrundlage für den Betrieb der i-SKK wird durch die auf 15 Straßenbahnen verbaute Audiomesstechnik erreicht, die mit einem IoT-Gateway über das Mobilfunknetz (LTE) einen permanenten Datenstream an eine Cloud ermöglicht. Dort ermittelt die KI anhand der prozessierten Audioroh-, Meta- und meteorologischen Daten den optimalen Zeitpunkt und Ort der Konditionierung.